Wissensmanagement ist eine Mode-Disziplin geworden, die viele Betätiger schon gefunden hat und noch mehr neue findet. Berichte über realisierte Projekte sind aber nicht durchwegs positiv. Man spricht vom Enthusiamus, dem Pioniergeist in der Startphase des Projektes Einführung von Wissensmanagement. Doch dieser läuft oft Gefahr, nach den ersten Anstrengungen wieder zu verschwinden und nachhaltig nicht zu überleben.
Warum?

Die Eingliederung von Wissensmanagement in die Unternehmung fordert eine umfassende Veränderung von den Faktoren Organisation, Human Ressources und IT-Infrastruktur. Dabei macht es nur wirklich Sinn alle Bereiche zu berücksichtigen und sich nicht auf einen Teilbereich zu isolieren.

Vieles spricht für die Berufung eines Wissensmanager, der diese Aktionen koordiniert. Allgemein gehört zu seinen Aufgaben

  • die Aufnahme
  • die Weitergabe
  • die Be- und Verarbeitung und
  • dasgezielte Auffinden

von Wissen. Der Wissensmanager wird somit zum Process-Owner für den Wissensmangementprozess. Im Sinne eines Managers muss dieser dann auch Methoden für das (prozessorientierte) Wissensmanagement beherrschen, um seine Aufgaben zu erfüllen. Der Wissensmanager hat dabei vermehrt das Problem, in erster Linie nicht monetäre, quantifizierbare Ressourcen zu managen, sondern die intangible assets verwalten zu sollen/ zu müssen. Diese sind zumeist an Personen und Organisationen gebunden und somit mit herkömlichen Werkzeugen von Management Disziplinien nicht/kaum zu erfassen.

Diese persönliche Erkenntnis leitet mich weiter zur Feststellung, dass ein Wissensmanager offen für Methoden aus sowohl technischer, organisatorischer und sogar psychologischer Perspektive sein muss. Sind Management Ausbildungsstätten für diese Aufgaben vorbereitet?