Vom 03.09 bis 05.09.2008 fand in Graz die TRIPLE-i, die Innovationskonferenz zu den Themen Wissensmanagement, Neue Medientechnologien und Semantische Technologien statt. Es gab sowohl ein wissenschaftliches Programm als auch ein Praxisforum.
Im Rahmen des Praxisforums hat das Wissensmanagement Forum (WMF) die Möglichkeit erhalten eine Konferenzeinheit zum Thema „Dissertieren im Netzwerk“ abzuhalten. Es sollten vor allem DissertantInnen und Interessierte die im Bereich Wissensmanagement dissertieren angesprochen werden.
Schon die alten Marxisten mühten sich ab mit einer gewissen Theorie-Praxis-Lücke. Da bleibt das Wissensmanagement nicht ausgenommen. Die schnöde Wirklichkeit hält sich nicht immer an die klug ausgefeilten Theoreme. Woran liegt´s? Wissensmanagement ist eine Praxis – d.h. man muss Ressourcen einsetzen, Geld einsetzen, Systeme anschaffen etc. Den Erfolg gibt’s – wenn überhaupt – erst hinterher. Soll uns das entmutigen?
Als langjährige Nr. 1 gemessen an der Anzahl der veröffentlichten Artikel auf WMI will ich hier einen Denkanstoß zur Weiterentwicklung dieses Blogs liefern. Welches Mittel würde sich besser dazu eignen, als WMI selbst? Es war ja eines unsere Ziele, mit diesem Blog auch Diskussionen herbeizuführen, KollegInnen zum Gedankenaustausch zu gewinnen und dadurch zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.
Bei der Einführung von Wissensmanagement Methoden und Tools ist in der Praxis oft nicht klar, welche Anforderungen erfüllt werden müssen, damit eine nachhaltige Verankerung im Unternehmen besteht. Oft wird auf Softwareprodukte von der Stange zurückgegriffen und geglaubt, daß sich Standardlösungen für die Unterstützung des hauseigenen Wissensmanagement eignen.
Dieser Artikel greift den ersten Artikel der Serie auf. Nach der Definition einer SOA wird Geschäftsprozessmanagement, der Begriff des Prozesses/Geschäftsprozesses und Wissensmanagement definiert. In dem dritten Teil des Artikels werden dann die verschiedenen Techniken und Ansätze zusammengeführt.
Ausgangspunkt ist der Wandel in der Diskussion über das Thema Service Oriented Architecture (SOA). Wurde SOA in diversen Publikationen der letzten Jahre technisch definiert und erläutert, beobachtet man in jüngster Vergangenheit einen Wandel hin zu einer Verknüpfung von SOA mit Geschäftsprozessmanagement (GPM). Das Thema Wissensmanagement wird in der aktuellen Diskussion nicht in den Zusammenhang SOA – GPM eingebracht.
Da kompetentes Handeln zweifelsohne die Grundlage einer adäquaten Auseinandersetzung mit zukünftigen wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Aufgaben sein kann (nachzulesen im Artikel Kompetenzentwicklung Teil 1 – Ein Schlüssel zur Bewältigung zukünftiger Aufgaben?), interessieren folgend vor allem die Bedingungen einer systematischen Kompetenzentwicklung.
Periodisch wiederkehrend werden wir darauf hingewiesen, dass man Wissen eigentlich nicht messen könne. Den eifrigen Wissensmanagement-Aktivitäten – seien sie nun so benannt oder nicht – tut dies zumeist keinen Abbruch. Die Nachteile von solch blindem Aktionismus hat die Grazer Management-Professorin Ursula Schneider bereits in ihrem Buch “Die 7 Todsünden des Wissensmanagements” aufgezeigt. In “Das Management der Ignoranz” widmet sie sich nun dem blinden Fleck des Wissensmanagement-Diskurses: dem Nicht-Wissen.